Ausgabe 01 | 2014

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Bewegung nach Stillstand

Unser Planet verändert sich, ob es uns nun gefällt oder nicht. Durch den Wertewandel, durch die Globalisierung und durch die zunehmende Urbanisierung. Auch die Welt der Jagd bleibt nicht stehen. 

Als besonders rasant und dramatisch empfinden wir Jäger diese Umwälzungen, wenn wir uns isolieren und es versäumen, den Austausch mit der übrigen Bevölkerung zu suchen. Die Zahl der deutschen Jägerinnen und Jäger wächst zwar kontinuierlich, doch die derzeit rund 357.000 Jagdscheininhaber sind noch immer eine winzige Minderheit. In den europäischen Nachbarländern Frankreich oder Schweden liegt der jagende Anteil der Bevölkerung deutlich höher. 

Die Jagd im modernen Deutschland ist nicht mehr die, die unsere Väter und Großväter kannten. Dennoch hat das Waidwerk beileibe nicht ausgedient: Für die Natur ist es ein überlebenswichtiges Handwerk und als Kulturgut lebendig wie eh und je (siehe „Standpunkt“ auf Seite 48). Zeitgemäße Jagd verlangt von ihren Verbänden und Medien allerdings auch professionelle Öffentlichkeitsarbeit sowie moderne, aufgeschlossene Kommunikation. 

Seit wir vor nunmehr fast drei Jahren mit der Erstausgabe der HALALI antraten, ist es unser großes Anliegen, die Jagd und ihre wunderbaren Lebenswelten einem breiteren Publikum zu öffnen. Wir sind glücklich und stolz, dass es uns tatsächlich gelungen ist, auch andere Naturfreunde mit unserer Begeisterung anzustecken: Selbst der Anteil nicht jagender HALALI-Leser nimmt ständig zu.

Mit der vorliegenden Ausgabe wollen wir unsere ökologische Verantwortung weiter vertiefen. In einem wissenschaftlichen Beitrag über Neozoen berichten wir nicht nur kritisch über Waschbär und Co., sondern auch über andere Tiere und Pflanzen, die unsere Heimat besiedeln und verändern. Der schlimmste Störenfried des natürlichen Gleichgewichts aber ist der Mensch. Am Beispiel des rabiaten Ausbaus der Wasserkraft untersuchen wir die irreversiblen Folgen gedankenloser Lebensraumzerstörung. 

Der Tier- und Naturschutz steht für uns Jägerinnen und Jäger an erster Stelle. Dafür setzen sich auch Organisationen wie der CIC (siehe Interview auf Seite 100) und der Deutsche Wildschutz Verband e. V. (mehr zum Thema Jagdrecht/Wolf auf Seite 104) unermüdlich ein. 

Doch bei allem Engagement für eine intakte Natur dürfen Abenteuerlust und Jagdfreude nicht auf der Strecke bleiben. Deshalb entführt Sie HALALI diesmal auf eine Reise zur spektakulären Elchjagd nach Schweden. Außerdem pirschten wir zur Hirschbrunft über die Hebrideninsel Isle of Islay. 

Und auch daheim warten jagdliche Herausforderungen: Experte Andreas Rockstroh gibt dem Heger mit der Büchse Ratschläge zur effektiven und waidgerechten Fuchsbejagung im Frühjahr.

Wir wünschen Ihnen ein gutes, erfolgreiches neues Jahr mit viel Anblick und Waidmannsheil! 

Ihr Oliver Dorn | Chefredakteur

PS: Kennen Sie eigentlich schon unsere HALALI-iPad-Version? Schauen Sie einfach mal rein unter www.halali-magazin.de!